Wissenswertes über eine "Sibi"

Den Name hat diese Katzenrasse von ihrem Ursprungsland- Sibirien. "Sib-ir" nannten einst Tataren dieses Land - "das Land, das schläft".

Sibirische Katzen sind Halblanghaarkatzen. Zu dieser Gruppe zählt man die Norwegische Waldkatze, aber auch die Maine Coon, Türkisch Angora, Heilige Birma oder die eher seltene Nebelung sind als Vertreter der großen Gruppe der Halblanghaarkatzen zu nennen.

Sibi Im Gegensatz zu den langhaarigen Katzenrassen, die ganzjährig ein langes Fellkleid tragen, ist bei der Halblanghaar zwischen Sommer- und Winterfell zu unterscheiden. Im Winter kleidet sich die Sibi mit langem Fell an Hals, vor der Brust, und an den Hinterbeinen, auch Hosen genannt. Die langen Fellbüscheln zwischen den Zehen dienten ursprünglich dazu, dass die Katze auf dem Eis nicht ausrutschen konnte. Die Unterwolle ist im Winter dicht, im Sommer eher spärlich. Der Schwanz ist zu allen Jahreszeiten lang behaart.

Trotz dieser Felllänge ist eine tägliche Fellpflege nur in der Zeit des Fellwechsel notwendig. Wer keine "aufgedonnerten" Katzen mag, aber dennoch nicht auf eine Katze mit längerem Fell verzichten möchte, der nimmt lieber eine Sibi.

Das Wesen der Sibi kann man kurz aber prägnant beschreiben: sehr lieb, unheimlich anhänglich, und unkompliziert.

Allein sein mag die Sibi überhaupt nicht. Ein Spielgefährte ist wünschenswert- ob zwei- oder vierbeinig, das ist relativ egal, Hauptsache Beschäftigung. Wer sich eine Sibi ins Haus holt, sollte vorher wissen, dass diese Rasse nicht als "Deko" auf dem Sofa liegt, sondern gern ihre Muskeln spielen lässt.

Sibirische Katze Wer meint, dass eine Sibi eine Kreation von übereifrigen Katzenzüchtern ist, hat weit gefehlt. "Mutter Natur" hat diese Rasse geschaffen. Seit wann es diese Rasse gibt, kann nicht genau nachvollzogen werden. Das erste Mal wurde ein Pärchen blau-grauer Sibirischer Hauskatzen am 20.04.1895 in der "Illustrierten Zeitung" erwähnt, das sich schon seit Längerem im Zoologischen Garten hier in Dresden befinde. In diesem Artikel ist in diesem Zusammenhang nicht von Rasse- sondern von Hauskatzen die Rede. Auch im "Brehm's Tierleben" ist im Jahre 1925 von einer "Tobolsker Katze aus Sibirien" die Rede.
Über das "wann" und "wie" die Sibi den Weg zu uns gefunden hat, darüber gibt es viele Varianten. Bekannt ist, dass der "Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter", kurz VKSK, am 1.1.1987 die Sibi als eigenständige Rasse anerkannte und ihr einen eigenen Standard zuwies.

Den vollständigen Rassestandard der Sibirischen Katze finden Sie
auf der Homepage der "World Cat Federation":
Rassestandard